Fastnachtsumzug
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Die Ausgehtracht

Als "bessere" Arbeitstracht trugen die Frauen diese Tracht, wenn sie zum Einkauf in die Stadt oder ins Nachbardorf zum Verwandtenbesuch gingen. Die Ausgehtracht ist als Grundform aller Trachten anzusehen.

 

Ausgehtracht

"Der hierzu gebräuchliche Oberrock besteht aus Tuch oder handgewebtem Wollstoff in kräftigen Farben. Er ist stets an ein Mieder aus schwarzem Samt angenäht, mit weißem Stoff gefüttert und unten mit einem schwarzen Samtband besetzt. Zur Fahrt in die Stadt ziert den Rock über dem Samtband ein Besatz aus schwarzer Spitze oder Posamentenborte. Darüber wird eine Bluse mit verlängerter Taille gezogen, die in den verschiedensten Farben und Mustern gehalten ist. ... Dazu bindet man eine fast den gesamten Rock bedeckende Schürze um, die aus verschiedenen Stoffen bestehen kann." [3, S. 45]

Die Ausgehtracht unterlag in den letzten 100 Jahren großen Veränderungen. Ihre Trägerinnen versuchten so ein wenig, sich dem jeweiligen Zeitgeschmack (Rocklänge) anzupassen, ohne die Tracht als solche aufzugeben. Beispielsweise wurde zur Fahrt in die Stadt vor dem Zweiten Weltkrieg noch das gesteckte Kopftuch getragen, dann nur noch ein einfaches Kopftuch.

Fast immer wurde ein Samtband um den Kopf getragen, teils, um die Haare zusammenzuhalten, teils aber auch als Kopfschmuck. Das Haar war stets mittelgescheitelt.

 

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aktualisiert am 04.02.2016